Empfang “Willkommen in Zell am See” 2026: Arbeitsrecht braucht Austausch 

Rückblick auf den Empfang des ÖGB-Verlags am Vorabend der Arbeits- und Sozialrechtstagung in Zell am See 

Fachinformation entsteht nicht im luftleeren Raum. Sie braucht Autor:innen, Herausgeber:innen, Leser:innen, kritische Rückfragen und die Nähe zur Praxis. Gerade im Arbeits- und Sozialrecht, wo Wissenschaft, Rechtsprechung, Interessenvertretung und konkrete Anwendung eng ineinandergreifen, ist persönlicher Austausch mehr als ein netter Zusatz. Er ist Teil davon, wie Wissen weiterentwickelt wird. 

Genau dafür steht der traditionelle Empfang „Willkommen in Zell am See“ des ÖGB-Verlags. Wenn sich die arbeits- und sozialrechtliche Fachcommunity in Zell am See trifft, geht es nicht nur um das inhaltliche Programm der Tagung. Genauso wichtig sind die Gespräche davor, dazwischen und danach: fachliche Einordnungen beim Ankommen, Wiedersehen mit Kolleg:innen, neue Kontakte und Diskussionen, aus denen später Publikationsideen, Kooperationen oder gemeinsame Projekte entstehen. 

Am 8. April 2026 wurde das Ferry Porsche Congress Center erneut zum Treffpunkt für Austausch, Vernetzung und Impulse. Rund 150 Gäste folgten der Einladung des ÖGB-Verlags und nutzten den Abend für Gespräche mit Autor:innen, Vertreter:innen aus Interessenpolitik, Wissenschaft und Praxis. 

Moderiert wurde der Abend von Mag. Martin Müller, ÖGB-Experte für Arbeitsrecht und Kollektivvertragspolitik. Die Begrüßung und Einleitung übernahm Mag.ª Iris Kraßnitzer, Geschäftsführung des ÖGB-Verlags. 

Zwei Projekte, ein gemeinsamer Anspruch 

Im Mittelpunkt standen zwei Projekte, die zeigen, wie der ÖGB-Verlag arbeitsrechtliche Fachinformation weiterentwickelt: der Relaunch der Fachzeitschrift DRdA – Das Recht der Arbeit anlässlich ihres 75-jährigen Bestehens und die Neuauflage des Arbeitsverfassungsrecht Gesamtwerks

75 Jahre DRdA – und digital stärker denn je  

Bei der DRdA ging es um ein traditionsreiches Fachmedium, das seit 75 Jahren den arbeits- und sozialrechtlichen Diskurs begleitet. Mit dem Relaunch wurde die Zeitschrift gestalterisch und digital weiterentwickelt: klarer strukturiert, zeitgemäßer nutzbar und stärker auf die Anforderungen heutiger Facharbeit ausgerichtet. 

Diskutiert wurde die Weiterentwicklung mit den Mitgliedern der Schriftleitung Dr. Wolfgang KozakUniv.-Prof. Dr. Elias Felten und Univ.-Prof. Dr. Rudolf Mosler

Mehr Informationen zum Relaunch gibt es hier! 

Das Arbeitsverfassungsrecht neu kommentiert 

Ein weiterer Schwerpunkt des Abends war die Neuauflage des Arbeitsverfassungsrecht Gesamtwerks. Der fünfbändige Kommentar zum Arbeitsverfassungsgesetz zählt zu den zentralen Referenzwerken des österreichischen kollektiven Arbeitsrechts. 

Die neue, dritte Auflage erscheint 2026 in umfassend überarbeiteter Form. Unter der Herausgeberschaft von Hon.-Prof.in Dr.in Sieglinde Gahleitner und Univ.-Prof. Dr. Rudolf Mosler hat ein Team aus 14 Jurist:innen aus Praxis, Judikatur, Wissenschaft und Lehre das Werk neu bearbeitet. 

Rund 3.800 Seiten decken das Arbeitsverfassungsrecht in seiner ganzen Breite ab – von den Grundlagen des ArbVG über Betriebsverfassung, Betriebsratsrechte und Jugendvertretung bis zur Europäischen Betriebsverfassung. Neben den fünf Hardcover-Bänden ist auch die E-Book-Ausgabe enthalten. 

Vorgestellt wurde die Neuauflage gemeinsam mit Hon.-Prof.in Dr.in Sieglinde GahleitnerUniv.-Prof. Dr. Rudolf MoslerUniv.-Prof.in Dr.in Susanne Auer-Mayer und Dr. Gerhard Bremm

Mehr Informationen zum Arbeitsverfassungsrecht Gesamtwerk gibt es hier! 

Austausch, der weiterwirkt 

Auch die anschließende Arbeits- und Sozialrechtstagung machte deutlich, wie hoch der Bedarf an fundierter Einordnung bleibt. Themen wie Kollektivvertragsgestaltung, Arbeitskräfteüberlassung oder atypische Beschäftigung zeigen: Das Arbeitsrecht bleibt in Bewegung. 

Der Empfang hat dafür den passenden Rahmen geschaffen. Wissenschaft, Rechtsprechung, Interessenvertretung und praktische Anwendung kamen zusammen – mit unterschiedlichen Perspektiven, aber einem gemeinsamen Interesse: Arbeits- und Sozialrecht fachlich weiterzudenken und für die Praxis nutzbar zu machen. 

„Die Zeller Tagung zeigt jedes Jahr, wie wichtig der direkte Austausch für die arbeits- und sozialrechtliche Fachcommunity ist. Für uns als ÖGB-Verlag ist dieser Empfang eine Gelegenheit, Autor:innen, Expert:innen und Praktiker:innen zusammenzubringen und sichtbar zu machen, wie Fachinformation entsteht: im Dialog, mit hoher Expertise und mit Blick auf die Fragen, die in der Praxis tatsächlich relevant sind.“
Mag.ª Iris Kraßnitzer, Geschäftsführung des ÖGB-Verlags 

Was vom Empfang “Willkommen in Zell am See” bleibt 

Der Empfang „Willkommen in Zell am See“ war auch 2026 mehr als ein Auftaktabend. Er war ein Treffpunkt für die arbeitsrechtliche Fachcommunity und ein sichtbares Zeichen dafür, welche Rolle der ÖGB-Verlag in diesem Feld einnimmt. 

Als Fachverlag stellt er Publikationen bereit, bringt Expertise zusammen und entwickelt Formate weiter, die im Arbeitsalltag gebraucht werden. 

Arbeitsrecht braucht gute Inhalte. Und es braucht Räume, in denen diese Inhalte diskutiert, geschärft und weitergetragen werden. 

Wir bedanken uns bei allen, die heuer dabei waren, und freuen uns auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr. 

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