Sozialversicherung, Macht und Mitbestimmung: Warum „Der Coup“ eine wichtige Debatte neu aufrollt
Die Patientenmilliarde als Marketinggag?
Die Reform der Sozialversicherung im Jahr 2018 zählt zu den tiefgreifendsten Veränderungen des österreichischen Sozialstaats der vergangenen Jahre. Fragen nach Machtverhältnissen, demokratischer Kontrolle und der Rolle der Selbstverwaltung beschäftigen Politik, Sozialpartner und Wissenschaft bis heute.
Eine Analyse der Sozialversicherungsreform 2018

Mit dem Buch „Der Coup. Wie die Arbeitgeberseite die Sozialversicherung kaperte“ legen Claudia Neumayer-Stickler (Juristin und Leiterin des Referats für Gesundheits- und Sozialversicherungspolitik im ÖGB sowie Arbeitnehmer:innen-Vertreterin in der AUVA und im Dachverband der Sozialversicherungsträger) und Julia Stroj (Ökonomin und Expertin für Gesundheitspolitik im ÖGB sowie Arbeitnehmer:innen-Vertreterin in der Österreichischen Gesundheitskasse) eine fundierte Analyse dieser Reform vor. Sie zeigen, welche politischen Entscheidungen zu den Veränderungen geführt haben und welche langfristigen Folgen sie für Mitbestimmung und Selbstverwaltung in der Sozialversicherung haben können.
Die Autorinnen analysieren, wie es zur Neuordnung der Sozialversicherung kam und welche Interessen hinter den Reformschritten standen. Gleichzeitig ordnen sie die Entwicklungen historisch und politisch ein.
Im Mittelpunkt stehen zentrale Fragen:
- Wie haben sich die Kräfteverhältnisse innerhalb der Sozialversicherung verändert?
- Welche Auswirkungen hat die Reform auf demokratische Kontrolle und Selbstverwaltung?
- Welche Bedeutung hat Mitbestimmung in einem solidarisch organisierten Sozialversicherungssystem?
Das Buch macht deutlich, dass die Reform von 2018 nicht nur eine organisatorische Veränderung war, sondern auch grundlegende Fragen nach der Zukunft des österreichischen Sozialstaats aufwirft.
Fachwissen für eine informierte sozialpolitische Debatte
Mit der Veröffentlichung von „Der Coup“ unterstreicht der ÖGB-Verlag seine Rolle als Fachverlag für zentrale Themen rund um Arbeit, Recht und demokratische Mitbestimmung.
Ziel solcher Publikationen ist es, komplexe politische Entwicklungen verständlich aufzubereiten und eine fundierte Grundlage für gesellschaftspolitische Diskussionen zu schaffen. Bücher wie dieses bündeln Expertise aus der Praxis und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur öffentlichen Debatte über die Zukunft sozialstaatlicher Institutionen.

„Der Coup“ ist ein faktenstarker und hochaktueller Beitrag zur Debatte über Macht, Mitbestimmung und die Zukunft der Sozialversicherung in Österreich.
Evelyn Beyer
Fachverlagsleitung ÖGB-Verlag
Volles Haus und lebhafte Debatte bei Buchpräsentation
Dass das Thema weiterhin hohe Aktualität besitzt, zeigte auch die Präsentation des Buches in Wien. Unsere FAKTory- Buchhandlung war bis auf den letzten Platz gefüllt, zahlreiche Gäste nutzten die Gelegenheit, mit den Autorinnen über Hintergründe und Folgen der Reform zu diskutieren.
Claudia Neumayer-Stickler und Julia Stroj stellten zentrale Thesen ihres Buches vor und ordneten die Entwicklungen politisch und historisch ein. Im anschließenden Gespräch – moderiert von Agnes Streissler-Führer (GPA Bundesgeschäftsführerin) – machte die lebhafte Diskussion und das große Interesse des Publikums deutlich, dass die Fragen rund um Mitbestimmung, Selbstverwaltung und demokratische Kontrolle der Sozialversicherung weiterhin hochaktuell sind und dass die Debatte darüber noch lange nicht abgeschlossen ist.
Rezensionsexemplar anfordern
Melissa Huber
Leitung Unternehmenskommunikation
E-Mail: melissa.huber@oegbverlag.at
Alle Informationen zum Buch und Bestellmöglichkeit in unserem Onlineshop.
Du hast Interesse am ÖGB-Verlag und dem, was wir tun?
Dann abonniere unseren Newsletter und folge uns auf Facebook und LinkedIn.