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Ausbildungsgarantie verwirklichen

ÖGB begrüßt Fünf-Punkte-Programm für lebenslanges Lernen

Jugendcoaching, Maßnahmen zur Berufsorientierung, Lehre mit Matura, die "Initiative Pflichtschulabschluss" und die Modularisierung der Abendschule für Berufstätige: ÖGB-Präsident Erich Foglar begrüßte bei einer Pressekonferenz mit Unterrichtsministerin Claudia Schmied am 19. Juli die Maßnahmen für ArbeitnehmerInnen, die in den vergangenen Monaten gestartet bzw. von der Bundesregierung beschlossen wurden. Damit wurden auch wichtige Forderungen der Sozialpartner umgesetzt.

Detaillierte Informationen zum Paket stehen als pdf-Download zur Verfügung.

ÖGB fordert Verbesserungen für Lehrlinge
Das Bildungsprogramm für junge Erwachsene über 18 Jahre müsse aber noch weiter gehen, so Foglar. Die Politik hat eine Ausbildungsgarantie für alle Jugendlichen bis zum 18. Lebensjahr abgegeben. Jährlich absolvieren aber etwa 6.000 Jugendliche nach ihrer Pflichtschulzeit keine weiterführende Ausbildung. "In diesen Fällen greift die Ausbildungsgarantie nicht, weshalb diese jungen Menschen dann kaum Chancen am Arbeitsmarkt haben."

Der ÖGB-Präsident fordert daher die Verlängerung der Ausbildungspflicht für alle Jugendlichen auf zehn Jahre, wobei bereits bestehende Ausbildungswege eingerechnet werden müssen. Das soll durch mehr Studienplätze in den BMHS erreicht werden, sowie durch individuelle Maßnahmen, um gefährdeten SchülerInnen durch Förderung den Abschluss zu ermöglichen.

Die Einhaltung der Ausbildungsgarantie soll auch erfolgen durch:

  • durch den Ausbau des Schulversuchs der Orientierungsstufe an den BMHS 
  • durch eine Neustrukturierung der Möglichkeit, in der Polytechnischen Schule ein verpflichtendes Ausbildungsjahr im Anschluss an die Schulpflicht zu besuchen ("Fachmittelschule")
  • durch das Nachholen des Hauptschulabschlusses
  • durch ein Berufsgrundbildungsjahr an der Berufsschule mit späterer Anrechnung auf die duale Ausbildung (Kombination von allgemeinbildenden Grundlagen und Berufsgrundbildung in einer Fläche und sozialer Unterstützung für den Einstieg in eine Qualifizierung)

Neben der Einhaltung der Ausbildungsgarantie bedarf es aber auch höhere Qualitätsstandards bei der betrieblichen Lehrausbildung, fordert Foglar. An den Berufsschulen gibt es die Qualitätskontrolle durch Prüfungen, im betrieblichen Teil der Ausbildung hingegen kann kaum überprüft werden, ob die Lehrlinge gut ausgebildet werden oder großteils nur für Hilfstätigkeiten angelernt werden. Notwendig sind Bildungspläne und die Vereinbarung von Bildungszielen.

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